Die 7 heimlichen Helden der ProbenintegritÀt aus der Sicht eines Laborleiters

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Wie kann ein Labor stets sichere und zuverlĂ€ssige Ergebnisse liefern? Henk Ruven, Spezialist fĂŒr Labormedizin am St. Antonius Ziekenhuis, NL, erlĂ€utert die Bedeutung einer Reihe von Schritten, die fĂŒr die IntegritĂ€t der Proben entscheidend sind.

Held 1

Richtige Reihenfolge bei der Blutentnahme

Die Reihenfolge, in der die verschiedenen Schritte der Blutentnahme durchgefĂŒhrt werden, ist entscheidend aber auch schwierig zu ĂŒberwachen. Blutentnahmeröhrchen enthalten entweder ein Additiv, das die Gerinnung des Blutes beschleunigt, oder ein Antikoagulans, das die Gerinnung des Blutes verhindert. Die Röhrchen sind in einer Reihe von standardisierten Farben erhĂ€ltlich, um ihren Zweck zu kennzeichnen. Henk erklĂ€rt: „Wenn das blutentnehmende Personal das Blut nicht in der richtigen Reihenfolge entnimmt, kommt es zu einer HĂ€molyse, bei der die roten Blutkörperchen zerstört werden und das HĂ€moglobin aus den Zellen freigesetzt wird und frei im Röhrchen schwimmt. Dadurch wird das Ergebnis völlig ungĂŒltig. Das merken wir aber erst, wenn der Patient schon weg und die Blutentnahme beendet ist.”

Held 2

Richtiges Schwenken

Alle Röhrchen, die ein Additiv enthalten, mĂŒssen gemĂ€ĂŸ der Gebrauchsanweisung (IFU) vorsichtig geschwenkt werden, um das Additiv mit dem Blut zu vermischen. „Vor allem bei Antikoagulanzien muss rasch gemischt werden. Sonst setzt der Gerinnungsprozess ein, was nicht erwĂŒnscht ist und das Ergebnis verfĂ€lschen wĂŒrde. Auch hier geht es darum, eine HĂ€molyse zu vermeiden", sagt Henk.

Held 3

Angemessenes Transportsystem

Die Proben können von innerhalb oder außerhalb des Krankenhauses kommen und mĂŒssen etikettiert, sicher verpackt und vor schwankenden Witterungsbedingungen geschĂŒtzt werden. Henk beschreibt, wie sein Labor die Proben erhĂ€lt:

„Innerhalb des Krankenhauses haben wir Rohrpostsysteme, die aber nicht fĂŒr alle Proben geeignet sind, da die Gefahr besteht, dass der BehĂ€lter und die Blutzellen beschĂ€digt werden. Proben können aus kleinen StĂ€dten und Dörfern aus der Region kommen, und es kann schwierig sein, die Proben vor den Temperaturen zu schĂŒtzen, besonders in einem heißen Sommer oder einem kalten Winter".

Held 4

Transportdauer einer Probe

Selbst bei einem sicheren und temperaturkontrollierten Transport steht nur ein relativ kleines Zeitfenster zur VerfĂŒgung, um eine Probe ins Labor zu bringen. „Blutproben haben eine kurze Haltbarkeit", sagt Henk. „Eine Blutprobe, die mit herkömmlichen Methoden entnommen wurde, kann nicht lĂ€nger als acht Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Es kann schwierig sein, die Temperatur wĂ€hrend des Transports innerhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte zu halten. Hier ist Schnelligkeit gefragt, damit die Probe nicht beeintrĂ€chtigt wird.”
 

“Genauigkeit steht in direktem Zusammenhang mit der QualitĂ€t der Labortests, mit der VerlĂ€sslichkeit der Werte. Sicherheit bezieht sich nicht nur auf den Schutz vor Nadelstichverletzungen, sondern auch auf den Patienten - wenn man keine zuverlĂ€ssigen Laborergebnisse liefert, ist der Patient nicht sicher...”

Henk Ruven, Spezialist fĂŒr Labormedizin
Held 5

Richtiges BefĂŒllen

Jedes Röhrchen hat ein bestimmtes Nennvolumen, das gefĂŒllt werden muss. Henk gibt ein Beispiel fĂŒr die richtige BefĂŒllung: „Man muss so viel Blut in ein Röhrchen fĂŒllen, dass die FĂŒllmarke erreicht wird. Manchmal gibt es Probleme, zum Beispiel bei einem schwerkranken Patienten, aus dessen Vene kein Blut mehr kommt. Das Röhrchen ist dann vielleicht zur HĂ€lfte oder zu drei Vierteln unterfĂŒllt und es besteht die Gefahr eines unzuverlĂ€ssigen Ergebnisses. Dann muss man die Nadel ein bisschen weiter nach hinten oder ein bisschen weiter nach vorne bewegen; erfahrenes blutentnehmendes Personal hat diese FĂ€higkeiten.”
 

Held 6

Barcode-Etiketten

Die Barcode-Etikettierung ist eine prÀzise Methode, um die Proben und Analysen eines Patienten elektronisch zu verfolgen und aufzuzeichnen. Henk, der stets auf den Schutz der Patienten bedacht ist, berichtet von einem Problem, das sein Labor in der Vergangenheit hatte:

 

„Der vollstĂ€ndige Name ist wichtig. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Mein Name ist Henk Ruven. Angenommen, ich habe einen Zwilling namens Herman Ruven. Er ist gerade Patient im Krankenhaus und wird im elektronischen Patientensystem als "H. Ruven" identifiziert und dann fĂ€lschlicherweise mir zugeordnet; der falsche Patientendatensatz wurde ausgewĂ€hlt und Herman erhĂ€lt nicht die richtige Behandlung.

Eine elektronische Datenbank, die den Patienten verifiziert, bevor die Barcode-Etiketten gedruckt werden, schließt dies aus und gewĂ€hrleistet die IntegritĂ€t des gesamten Prozesses.

Held 7

Geeignete Blutentnahmeprodukte

Henk legt großen Wert auf die Anforderungen, die er und sein Team an Produkte stellen:
„Genauigkeit steht in direktem Zusammenhang mit der QualitĂ€t der Labortests, mit der VerlĂ€sslichkeit der Werte. Sicherheit bezieht sich nicht nur auf den Schutz vor Nadelstichverletzungen, sondern auch auf den Patienten - wenn man keine zuverlĂ€ssigen Laborergebnisse liefert, ist der Patient nicht sicher. Und als Fachleute fĂŒhren wir stĂ€ndig QualitĂ€tskontrollen an diesen GerĂ€ten durch, wir sind die Experten - wir wissen, was wir brauchen und wo wir Verbesserungen vornehmen mĂŒssen".

Und er wĂŒnscht sich einen stĂ€ndigen Dialog zwischen Herstellern und Anwendern ihrer Produkte: „Die Hersteller mĂŒssen White Paper zur VerfĂŒgung stellen - sie fĂŒhren ihre eigenen Forschungen durch, lesen Fachliteratur und veröffentlichen dann ein White Paper ĂŒber ihre Produkte und Innovationen. Das gibt uns als Fachleuten Aufschluss ĂŒber die QualitĂ€t ihrer Röhrchen und GerĂ€te sowie ĂŒber die QualitĂ€t der analytischen Tests, die mit diesen GerĂ€ten durchgefĂŒhrt werden".

Sicherheit und Werte. Das liegt uns im Blut

Der Schutz von Patienten, Klinikern und Genauigkeit sind Themen, die wir in den kommenden Monaten hier ausfĂŒhrlicher behandeln werden. Um nichts zu verpassen, können Sie die Serie hier abonnieren.

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